CHRONIK

Chronik des Spielmannszuges der Schützengesellschaft von 1848 Hagenburg-Altenhagen e.V.

 

Über ein genaues Gründungsjahr des Spielmannszuges der Schützengesellschaft gibt es keine genauen Überlieferungen. Ein Foto vom Schützenfestausmarsch 1914 zeigt den Spielmannszug vor den Schützen marschierend, so dass man annehmen muss, dass die Schützengesellschaft Hagenburg-Altenhagen seit ihrer Gründung zu ihren Schützenfesten immer einen Spielmannszug, bzw. Pfeiffer und Trommler (Tamboure) unterhielt. Etwa 3 – 4 Wochen vor dem Schützenfest suchte sich der jeweilige Leiter einige Spielleute, handelte mit der Schützengesellschaft den Preis für die Spielleute aus und übte ein paar Märsche ein. Nach dem Schützenfest wurden die Trommeln und Flöten bis zum nächsten Jahr wieder weggepackt.

Erst Wilhelm Schweer, der schon einmal von 1951 -1957 Tambourmajor des Spielmannszuges war, änderte diesen Zustand und führte 1964 regelmäßige Übungsabende ein. Die erste Heimat fand man in der Gaststätte Waldschänke, die dem Spielmann und späteren 2. Vorsitzenden Walter Mügge gehörte. Später wechselte man in die Gaststätte Haberlah, heute findet der Übungsbetrieb im Schützenhaus der Schützengesellschaft statt. Mit der finanziellen Unterstützung der Schützengesellschaft wurden weitere Instrumente gekauft. Seit dieser Zeit ist der Spielmannszug Hagenburg eine “ feste “ Untergruppe der Schützengesellschaft von 1848 Hagenburg-Altenhagen e.V. Zum 125-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft im Jahre 1973 konnte der Spielmannszug einen großen Schellenbaum sein eigen nennen.

Tambourmajor Wilhelm Schweer legte 1973 sein Amt in die jüngeren Hände von Martin Kühn und wurde zum ersten Ehrentambourmajor des Spielmannszuges ernannt. Da der Zug immer größeren Zuspruch der Jugendlichen und Kinder fand, bildete Tambourmajor Martin Kühn 1976 Thomas Rodewald zum Jugendtambourmajor aus.

1983 verjüngte sich der Vorstand des Spielmannszuges erheblich, denn neben Martin Kühn (1. Vors.) standen mit Thomas Rodewald (2. Vors.), Klaus Biermann (Kassenwart) und Andreas Kleinelsen (Schriftführer) drei 19 – 25 jährige in der Verantwortung.

In diesen Jahren begann man auch, sich intensiver mit der Notenlehre zu beschäftigen, und besuchte Notenlehrgänge an der Bundesmusikschule in Altgandersheim, sodass man in der Lage war, Musikstücke nach Noten zu spielen.

Nach 20 Jahren an der Spitze des Spielmannszuges gab Martin Kühn 1993 sein Amt an Thomas Rodewald weiter.

Im Jahre 1998 feierte die Schützengesellschaft und damit auch der Spielmannszug sein 150-jähriges Bestehen mit einem unvergessenen Kreisschützenfest und Kreismusiktreffen. Ein ganz besonderer Höhepunkt war der zu diesem Geburtstag mit ehemaligen und Musikern des Bundeswehrausbildungsmusikkorps aus Hilden dargebotene große Zapfenstreich.

Seit 1998 hat der Spielmannszug wieder einen regen Zulauf von Kindern und Jugendlichen. Die Früchte der erfolgreichen Ausbildung kann man bei zahlreichen Auftritten bei Schützenfesten, Rundmärschen und Konzerten bewundern.

Um den zahlreichen Jugendlichen gerecht zu werden, wurden 2003 mit Daniel Kleinelsen und Carina Rodewald zwei Jugendtambourmajore ausgebildet.

2014 wurde Carina Rodewald als Nachoflgerin ihres Vaters als erste Frau im Amt zur 1. Vorsitzenden und damit zur Tambormajorin gewählt. Thomas Rodewald gab sein Amt als Tambormajor nach 30 erfolgreichen Jahren an die jüngere Generation ab und ist weiterhin als Musiker aktiv.

Das heutige Repertoire des Zuges erstreckt sich von traditioneller Marschmusik über moderne Arrangements für Spielmannszüge von Pop bis hin zu lateinamerikanischen Samba und Cha Cha Rhythmen.

Neben der Musik und der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen werden auch zahlreiche Freizeitaktivitäten angeboten wie der Besuch von Freizeitparks, Fahrradtouren oder Bowling. Die Geselligkeit und die Freizeitangebote haben bei den Spielleuten neben der Musik eine außerordentlich große Bedeutung.

Neben den Freizeitaktivitäten ist der Spielmannszug seit über 30 Jahren Veranstalter des größten Osterfeuers im Ort. Alljährlich können wir viele Hagenburgerinnen und Hagenburger am Ostersamstag auf dem Schützenplatz begrüßen. Vor allem die Kleinsten freuen sich immer sehr über das kostenlose Stockbrotbacken.